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Fast-Absteiger mit einem Ex-MTVer als Knipser

Meesche-Elf peilt beim SC Rot-Weiß Volkmarode Sieg Nummer 5 an – Kohl erleidet Außenbandverletzung

Artikel vom 4. September 2026

Der Vorbericht wird präsentiert von:

    Von Daniel Strauß

    Bauen sie die Serie weiter aus? Am Sonntag (15 Uhr) treten unsere Fußballer vom MTV Wolfenbüttel beim unbequemen Fast-Absteiger SC Rot-Weiß Volkmarode an – und könnten im fünften Landesliga-Saisonspiel den fünften Sieg feiern.

    Die gastgebenden Braunschweiger schlossen die Vorsaison als Tabellenzwölfter ab, der normalerweise zum Klassenerhalt berechtigt hätte. Da es mit Lupo Martini Wolfsburg und unseren Meesche-Kickern aber zwei Oberliga-Absteiger gab, erhöhte sich die Zahl der Absteiger von vier auf fünf, sodass Volkmarode eigentlich den Gang in die Bezirksliga hätte antreten müssen. Aufgrund des Rückzugs des BSC Acosta in ebenjene Spielklasse durften die Rot-Weißen letztlich aber doch in der Liga bleiben.

    Trotz dieser kurzen Planungszeit für die Landesliga macht es das Team um den jungen Trainer Collin Gerstung bislang gut. Zwar setzte es zum Auftakt eine 1:4-Niederlage gegen dem MTV Gifhorn, seitdem holte der SC durch Siege gegen den VfB Fallersleben (2:1) sowie bei den Aufsteigern TSG Bad Harzburg (3:2) und SSV Vorsfelde II (2:0) aber neun Punkte gegen direkte Konkurrenten um den Klassenverbleib.

    „Das Team glänzt durch Geschlossenheit, Willen und ist auf eigenem Platz schwer zu bespielen“, sagt Koordinator Leistungssport Tom Daedelow. Bei Standards werden die Hausherren durch ihren Hünen Henri Pacal Winter immer gefährlich. Ob der Stürmer schon zum Einsatz kommt, ist allerdings fraglich, da er sich in der Partie gegen Fallersleben eine Kopfverletzung zuzog. Darüber hinaus haben die Volkmaroder mit Ex-MTVer Marvin Thurau einen echten Knipser in den eigenen Reihen, der aus jeder Lage schießen kann. 

    Daedelows Fazit: „Wir brauchen eine geduldige und konzentrierte Leistung und dürfen uns auf dem tiefen Geläuf in Volkmarode, ähnlich wie in Landolfshausen, nicht von der Hektik anstecken lassen.“

    Personal: Schwer wiegt der Ausfall von Maximilian Kohl. Der Neuzugang musste in der zurückliegen Begegnung gegen die SVG Göttingen (7:1) kurz vor der Pause verletzungsbedingt ausgewechselt werden und hat sich leider zwei Außenbänder gerissen und eines angerissen. Der Mittelfeldspieler geht von einer Ausfallzeit von sechs bis acht Wochen aus. „Ich fühle mich aber soweit gut und gebe alles für ein schnelles Comeback“, betont „Kohli“.

    Trainer Deniz Dogan bedauert den Ausfall des 26-Jährigen, „weil Maxi natürlich ein wichtiger Spieler ist und uns gerade mit seiner Standardgefährlichkeit fehlen wird. Nichtsdestotrotz müssen und werden wir das kompensieren, wir haben Spieler, denen wir vertrauen.“ Das Spiel, räumt der Coach ein, könne ohne Kohl „natürlich ein bisschen anders aussehen, aber nicht unbedingt schlechter“. Neben der Variante, den Achter durch Joey Bock zu ersetzen, könnte eine andere laut des Ex-Profis sein, Kapitän Felix Lange aus der Innenverteidiger ins Mittelfeld zu ziehen. Und dann gibt es auch noch die Option mit zwei Sechsern.

    Die langzeitverletzten Konrad und Ludwig Vollbrecht sowie Niklas Gambke (Muskelfaserriss) fallen derweil weiterhin aus, während Ben Böder (Urlaub) wieder zur Verfügung steht. Ob es auch bei Jonas Klöppelt für den Kader reicht, wird sich beim heutigen Abschlusstraining zeigen. Der Offensivspieler befindet sich nach Leistenzerrung und Krankheit auf dem Weg der Besserung und trainierte in dieser Woche erstmals wieder mit der Mannschaft.

    Titelbild: Maximilian Kohl (in Rot-Weiß, hier in der Partie beim TSV Landolfshausen/Seulingen) wird den Lessingstädtern in den kommenden Wochen leider fehlen. Foto: Daniel Strauß/MTV Wolfenbüttel