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Hohe Hürde in Heeslingen

Unsere MTV-Kicker treten morgen beim Aufstiegsanwärter und besten Heimteam an

Artikel vom 2. Mai 2026

Der Vorbericht wird präsentiert von:

    Von Daniel Strauß

    Am drittletzten Spieltag steht unseren Fußballern vom MTV Wolfenbüttel die vielleicht schwierigste Auswärtsaufgabe der gesamten Saison bevor: Morgen um 15 Uhr sind die Meesche-Kicker beim Tabellenzweiten Heeslinger SC gefordert. Allerdings gibt nicht nur die Personalsituation, sondern auch eine spezielle Statistik Anlass für Hoffnung.

    Mit 27 Punkten aus 11 Spielen zweitbeste Mannschaft im neuen Jahr, gemeinsam mit unseren Wolfenbüttelern stärkste Offensive (33 Treffer) in 2026, Platz 1 in der Heimtabelle (13 Partien, 41:14 Tore, 28 Zähler) und zudem genau wie Spitzenreiter SV Atlas Delmenhorst torgefährlichste Elf (65 Tore) der Liga: Die Zahlen, die die Heeslinger in dieser Spielzeit vorzuweisen haben, sind beeindruckend.

    "Sie haben eine extreme physische Präsenz, sind gut in Umschaltsituationen, spielen eine Top-Rückrunde und stehen nicht zu unrecht da oben", sagt MTV-Trainer Deniz Dogan über die Gastgeber.

    Die letzten drei Heimspiele (5:0 gegen den VfV Borussia 06 Hildesheim, 3:0 gegen den BSV Rehden und 4:0 gegen Eintracht Braunschweigs U23) entschieden die Mannen aus dem Landkreis Rotenburg (Wümme) klar für sich, die vorangegangenen Begegnungen auf eigenem Platz (2:3 gegen den SV Holthausen Biene, 1:2 gegen den FC Verden 04) gingen jedoch überraschenderweise verloren – und das gegen Teams aus dem unteren Drittel.

    Die Chance also für unseren MTV? "Man kann es auslegen, wie man will", antwortet Dogan. "Man kann sich auf diese zwei Niederlagen beziehen, oder man betont, dass die Heeslinger die Mannschaften von oben allesamt weggehauen haben."

    Klar ist, dass es für beide Kontrahenten auf dem A-Platz am Burgsteg um viel geht: für den HSC, der laut Dogan "positiven Druck" verspüre, darum, den Aufstiegsrelegationsrang zu festigen und seine Chance auf Platz 1 zu wahren, während unsere MTVer auf wichtige Punkte im Kampf um den Klassenerhalt hoffen.

    Unser Coach bezeichnet den jüngsten 6:2-Sieg gegen Hildesheim, als sich die Angriffsabteilung um die Doppeltorschützen Hannes Joppich und Akram-Dine Mohamadou mal wieder in Torlaune befand, als "Benchmark", die es nun zu bestätigen gilt: "Wir dürfen uns nicht verstecken und müssen aktiv sein, um gegen den kommenden Gegner zu bestehen."

    Personal: Erfreulich, dass sich das Lazarett zum Ende der Spielzeit immer weiter lichtet. So kann Dogan wieder auf Kapitän Nils Göwecke (Innenbandriss), Torwart Ömer Güzel (Flüssigkeit im Knie) und Abwehrspieler Johannes Patz (kleiner Muskelfaserriss) zurückgreifen.

    Defensivakteur Steffen Suckel trainierte beim Abschlusstraining am Freitag individuell (zehn Minuten laufen und Stabilitätsübungen), wird nach seinem Teilabriss im Innenband in dieser Saison aber voraussichtlich nicht mehr zum Einsatz kommen – genau wie Torhüter Direnc Güven (Muskelbündelriss). In Heeslingen fehlen zudem Noah Mook (verhindert) sowie weiterhin Yannick Könnecker (Außenbandanriss) und die langzeitverletzten Konrad und Ludwig Vollbrecht.

    Stehen in Heeslingen wieder zur Verfügung: Kapitän Nils Göwecke (Titelbild) sowie Torwart Ömer Güzel (Bild unten, links). Fotos: Daniel Strauß/MTV Wolfenbüttel