MTV II will den Platz an der Spitze verteidigen

Mit dem Heimspiel gegen Lebenstedt beginnt für die „kleinen“ Meesche-Kicker das neue Spieljahr
Artikel vom 1. März 2026
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Die Generalprobe ist geglückt: Durch Tore von Janosch-Paul Bauer, Philip Thiele, Liam Freitag und Jasper Jörß setzten sich unsere Fußballer vom MTV Wolfenbüttel II am Mittwochabend mit 4:1 gegen den TSV Wendezelle durch – und scheinen somit gerüstet für den heutigen Pflichtspielstart gegen den SV Fortuna Lebenstedt (Sonntag, 13 Uhr, Meesche-B-Platz).
„Es war ein ordentlicher Test, ich bin hochzufrieden“, sagt MTV-Interimstrainer Joscha Plünnecke. In den ersten 20 Minuten habe der Tabellenzweite der Bezirksliga-Staffel 2 seine Mannschaft noch gut gepresst, „da hatten wir Probleme, auch, weil wir vorne die Bälle nicht festgemacht haben“. Durch den Treffer zum 1:0 gewannen die „kleinen“ Meesche-Kicker dann aber an Sicherheit, fanden in der Zentrale und in der Tiefe die freien Räume, agierten variabel im Aufbau, bewegten sich besser – und ließen gegen einen offensiv starken Gegner kaum noch etwas zu.
Generell freut sich Plünnecke darüber, „dass die Jungs im 4-4-2-System immer besser verteidigen“. Was dem Coach ebenfalls gefällt, ist das Positionswechselspiel auf der Doppelsechs zwischen Liam Freitag und Manuel Straube.
Und dann ist der 34-Jährige auch noch froh darüber, dass zwei „Neuzugänge“ künftig dauerhaft Teil des Kaders sein werden: Janosch-Paul Bauer und Oliwier Bosacki, die im bisherigen Saisonverlauf mit 15 beziehungsweise 8 Toren für mehr als ein Drittel aller Wolfenbütteler Treffer (61) verantwortlich waren. Während Bauer von Trainer Deniz Dogan eigentlich in die erste Mannschaft hochgezogen wurde, arbeitsbedingt den hohen Anforderungen in der Oberliga aktuell aber nicht gerecht werden kann, entschied sich Bosacki aus familiären Gründen, bis auf Weiteres in der „Zweiten“ zu kicken.
Stürmer Bosacki, Doppeltorschütze beim vorangegangenen Test gegen Landesligist SSV Kästorf (2:2), bringe laut Plünnecke eine „super Dynamik und Technik“ mit, habe „Bock“ auf die „Zweite“ und sei einfach ein „Mega-Gewinn“ für die Truppe.
Die ersten zwei Vorbereitungswochen seien aber auch für die MTV-Reserve aufgrund des Winterwetters und der erschwerten Trainingsbedingungen sehr frustrierend gewesen. „Die Jungs, die da waren, haben trotzdem Gas gegeben, auch wenn die Trainingsbeteiligung insgesamt besser sein könnte“, betont der Nachfolger von Coach Murat Güzel. „Ich verstehe aber, dass eine zweite Mannschaft für einige Spieler nicht immer die erste Priorität hat“, gibt Plünnecke zu bedenken. Bei der Extra-Trainingseinheit am Mittwoch hätten außerdem viele Jungs aufgrund von Arbeit gefehlt, hinzu kamen auch krankheitsbedingte Ausfälle. So verpasste etwa Cemre Görgülü arbeitsbedingt die komplette Vorbereitung, während hinter Philipp Grötschel und Jakob Hahn ab dem kommenden Sommer aus beruflichen Gründen Fragezeichen stünden.
Bis dahin ist noch die Restrunde in der Bezirksliga-Staffel 3 zu absolvieren, in die die Plünnecke-Elf als Tabellenführer geht – und diesen Platz auch bis zum Schluss verteidigen möchte. „Wir stehen oben und müssen es bei der Qualität im Kader ziehen, wissen aber auch, dass Fußball Kopfsache ist. Das hat man im letzten Spiel im alten Jahr gegen Üfingen gesehen, als die Jungs schon in der Trainingswoche vom Kopf her nicht da waren“, erinnert sich der Mann an der Seitenlinie. Von daher werde die Meisterschaft kein Selbstläufer, zumal der Tabellenzweite TSG Bad Harzburg „uns mit einer guten Mischung aus jungen und alten Spielern gefährlich werden kann“.
Gegen Auftaktgegner Lebenstedt habe sein Team nach dem 1:1 im Hinspiel etwas gutzumachen: „Wir haben damals ein gutes Spiel gezeigt, die Chancen aber leider nicht reingemacht.“ Klar ist Plünnecke außerdem, dass er nicht bis zum Saisonende Cheftrainer bleiben wird. Obwohl es nicht einfach sei, für die Rückrunde einen geeigneten Übungsleiter zu finden, „sind wir mit ein bis zwei Kandidaten im Gespräch“, verrät der 34-Jährige. Spätestens im April, nach Ablauf seiner Elternzeit, soll dann ein neuer Trainer übernehmen, „weil das mit zwei Kindern und einem Beruf für mich dann nicht mehr machbar wäre – als Co-Trainer zwar schon, als Headcoach aber nicht“.
Titelbild: Daumen hoch! Interimstrainer Joscha Plünnecke, hier im Testspiel gegen Kästorf, sieht seine Mannschaft auf einem guten Weg.
Bild 1: Jasper Jörß (vorne, in Rot) holt in dieser Szene im Testspiel gegen Kästorf den Elfmeter heraus, den Oliwier Bosacki zum 2:2-Endstand verwandeln sollte.
Bild 2: Eine Riesenverstärkung für die MTV-Reserve: Angreifer Oliwier Bosacki (rechts). Fotos: MTV Wolfenbüttel/Verein


