Meesche-Kicker feiern Flutlicht-Fest

Die Dogan-Elf gewinnt das Landesliga-Topspiel gegen die Freien Turner mit 4:0 – Güven hält Elfmeter
Spielbericht vom 12. September 2026
Der Spielbericht wird präsentiert von:
Von Daniel Strauß
Was für ein traumhafter Freitagabend für unsere Fußballer vom MTV Wolfenbüttel! Dank einer ganz starken Leistung gewannen die Meesche-Kicker das Landesliga-Topspiel gegen den Tabellenzweiten Freie Turner Braunschweig in toller Flutlichtatmosphäre mit 4:0 (1:0), feierten damit den sechsten Sieg im sechsten Saisonspiel – und konnten sich dabei auch auf ihren Torhüter verlassen.
Zum ersten Mal in der noch jungen Spielzeit nahm MTV-Trainer Deniz Dogan keine Veränderung in seiner Anfangsformation vor und schickte dieselbe Elf ins Rennen, die am vergangenen Sonntag beim SC Rot-Weiß Volkmarode mit 4:2 gesiegt hatte.
Vor 460 Zuschauern im Meesche-Stadion gehörte die erste Gelegenheit den Lessingstädtern: Nach Hereingabe von Fabian Henke kam Oliwier Bosacki zum Abschluss, den Turner-Torwart Tobias Lau aber zur Ecke abwehrte (6. Minute). Ein Standard war es dann auch, der in Minute 22 die Führung brachte: Joey Bock hob den Freistoß links außerhalb des Sechzehners an den Fünfmeterraum, wo Lasse Homann per eingesprungenem Rechtsschuss ins kurze Eck das 1:0 besorgte.
In einer ansonsten Höhepunkt-armen Partie verteidigte die MTV-Hintermannschaft konzentriert, ließ in der Folge praktisch keine Chance des Gegners zu – und erhöhte kurz nach dem Seitenwechsel: Nach Tiefenpass des Ex-Turner-Spielers Maximilian Moslener, für den das Duell gegen seine ehemaligen Teamkollegen ein ganz besonderes war, behauptete sich Bosacki im Strafraum robust gegen Innenverteidiger Manuel Gerlof und legte das Spielgerät von der Grundlinie auf Carlos Christel zurück, der mit links zum 2:0 vollendete (52.).
Kurz darauf ergab sich dann die große Möglichkeit zum Anschlusstreffer für den Prinzenpark-Club: Luca Faustmann ging nach einem Kontakt von MTV-Innenverteidiger Blerian Halimi links im Strafraum zu Boden, der Schiedsrichter wertete die Aktion als strafbar und entschied auf Elfmeter. Schlussmann Direnc Güven parierte aber den von Yannis Fischer nach halbhoch links geschossenen Versuch (56.) und hielt seiner Mannschaft damit die „Null“. Auch beim darauffolgenden Eckball hatten die in Blau gekleideten Hausherren großes Glück, als Gerlof aus spitzem Winkel per Kopf den kurzen Pfosten traf.
In Minute 67 zog Dogan dann seine erste Wechseloption, brachte Hadi Abou Raya – und traf damit eine gute Wahl, denn der Linksaußen sorgte eine Viertelstunde vor Schluss für die Vorentscheidung: Nach einem Fehlpass der Braunschweiger ging es ganz schnell: Henke bediente Bosacki im Zentrum, der schickte Christel auf rechts steil, und nach der Hereingabe des Neuners schob Hadi am zweiten Pfosten freistehend zum 3:0 ein (75.).
Offensivakteur Jonas Klöppelt feierte daraufhin nach Leistenzerrung und Krankheit noch sein Saisondebüt – und vergab die Möglichkeit auf Tor Nummer 4, als er nach Vorarbeit von Abou Raya ungestört mit links über den Kasten ballerte (84.). Der Schlusspunkt war dann dem eingewechselten Maximilian Fricke vorbehalten, der nach Steilpass von Abou Raya Gerlof aufs falsche Bein stellte und frei vor Lau in der dritten Minute der Nachspielzeit auf 4:0 stellte.
Tore: 1:0 Homann (22.), 2:0 Christel (52.), 3:0 Abou Raya (75.), 4:0 Fricke (90.+3).
MTV: Güven – Henke (82. Chabowski), Lange, Halimi (82. Otto), Brand – Linek, Homann – Bock (81. Klöppelt) – Christel, Bosacki (87. Fricke), Moslener (67. Abou Raya).
Besonderes Vorkommnis: Güven (MTV) hält Foulelfmeter von Fischer (56.).
Trainerstimme Deniz Dogan: „Wir haben von der ersten bis zur letzten Minute sehr diszipliniert und souverän gespielt. Für die Freien Turner war das ungemütlich, weil wir nach Ballverlusten versucht haben, schnell umzuschalten, da waren wir hellwach. Am Ende war das auch in der Höhe ein verdienter Sieg, weil wir noch mehr klare Torchancen hatten. Der Gegner war auch immer mal gefährlich, aber glasklare Torchancen hatte er abgesehen von dem Elfmeter und einem weiteren Torschuss in der ersten Halbzeit nicht, wir waren da wesentlich gefährlicher. Wir haben es auch geschafft, ruhig und cool zu bleiben und unserem Spiel zu vertrauen. Jeder hat seine Aufgabe gemacht und viel gearbeitet, von der Intensität und vom Kopf her waren wir da. Im Endeffekt bin ich froh, dass das so gut lief und die Jungs auch das Selbstvertrauen hatten, weil man sieht, was in ihnen steckt, wenn sie das abrufen und konzentriert sind. Das wünsche ich mir in jedem Spiel, egal, ob das die Turner oder jemand von ganz unten in der Tabelle ist, sowas muss man immer abrufen. Von daher bin ich zufrieden und glaube, dass die Jungs das Wochenende genießen können, das haben sie sich richtig verdient, weil das wirklich eine Top-Leistung war, auf die sie stolz sein können.“
Über die Einwechselspieler: „Die, die reingekommen sind, ob Hadi oder Maxi, haben es super gemacht. Es freut mich auch, dass Hadi jetzt diese Reife hat und die Situation erkennt, dass nicht alles mit Schnelligkeit gelöst werden muss, sondern man auch mal ruhiger agieren und gucken muss, wo der Mitspieler steht.“
Über den Elfmeter: „Ich hätte den auch gegeben. Es war eine unnötige Situation, weil der Gegner mit dem Rücken zum Tor steht. Da brauchst du gar nicht hinzugehen, sondern kannst die Situation einfach nur kontrollieren und den Gegner so eingrenzen, dass er aus dem Sechzehner herausgehen muss. So will unser Spieler aber zum Ball gehen und trifft glaube ich sowohl den Fuß, als auch den Ball. Diro ist dann aber da und hält den Elfmeter.“
Titelbild: Mit rausgestreckter Zunge bejubelte Hadi Abou Raya seinen Treffer zum vorentscheidenden 3:0. Foto: Daniel Strauß/MTV Wolfenbüttel

































