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Torreicher Beginn: MTV schlägt Holthausen Biene

Samstag, 11. April 2026 · 17:00 UhrOberliga Niedersachsen, 25. Spieltag

Schiedsrichter: Lars SchulmeisterLinienrichter: Niklas-Kevin Schütte, Mohamed Elbrol

Zuschauer: 264

90

Meesche-Kicker feiern durch den 5:3-Heimerfolg den dritten Sieg gegen einen Kellerkind in Serie

Spielbericht vom 13. April 2026

Der Spielbericht wird präsentiert von:

    Von Daniel Strauß

    Unsere Fußballer vom MTV Wolfenbüttel haben den dritten Sieg in Folge gegen ein Kellerkind gefeiert! Mit 5:3 (4:1) setzten sich die Meesche-Kicker am frühen Samstagabend gegen den Tabellenvorletzten SV Holthausen Biene durch, stellten damit den Anschluss an die Nichtabstiegsplätze her – und revanchierten sich zugleich für die bittere 2:3-Hinspielniederlage.

    Im Vergleich zum 4:1-Erfolg beim TSV Wetschen am Ostermontag hatte MTV-Trainer Deniz Dogan seine Anfangsformation auf vier Positionen verändert. Anstelle von Torwart Ömer Güzel, Steffen Suckel (beide verletzt) sowie Akram-Dine Mohamadou (krank) und Maximilian Fricke (A-Jugend) starten Keeper Eike Binder, Phil Brand, Jonas Klöppelt und André Linek, der in Abwesenheit von Kapitän Nils Göwecke und Suckel die Spielführerbinde trug.

    Bei sonnigen, aber windigen Bedingungen benötigten die Lessingstädter in ihrem ersten Heimspiel im Meesche-Stadion im neuen Jahr keine Anlaufzeit – im Gegenteil! Es lief gerade einmal die zweite Minute, als die Dogan-Jungs auf der linken Seite kombinierten, ehe Hannes Joppich Maximilian Moslener mit einem wunderbaren Pass in die Tiefe schickte. „Mosi“ lief alleine auf Felix Ahlers zu, setzte den Ball an Holthausen Bienes Torhüter vorbei in die Maschen und sorgte damit für den Traumstart.

    Die abstiegsbedrohten Emsländer egalisierten den frühen Rückstand, als Bennet Thelen nach einem Fehler der MTV-Defensive frei vor Binder auftauchte. Der Schlussmann war am Abschluss des Gästeakteurs zwar noch dran, konnte den Einschlag aber nicht verhindern (8.).

    Spätestens ab diesem Zeitpunkt hieß es für die 264 Zuschauer im Sportpark Meesche: Festhalten für ein wahres Offensivfeuerwerk! So kamen die Wolfenbütteler nur drei Zeigerumdrehungen nach dem Ausgleich zu einer Wahnsinns-Doppelmöglichkeit. Klöppelt nahm bei einem Konter Brand auf links mit, nach dessen Querpass scheiterte Moslener zunächst an der Parade des Biene-Keepers. Im Nachgang wurde Linek von einem Gegenspieler angeschossen, sodass das Leder von der Unterkante der Latte auf die Torlinie prallte. Fraglich, ob das Spielgerät diese mit vollem Umfang überschritten hatte, Erinnerungen ans Wembley-Tor von 1966 wurden wach, der Schiedsrichter gab den Treffer jedenfalls nicht.

    Das 2:1 fiel dann nur wenige Augenblicke später, als Klöppelt eine Flanke von Moslener im Zentrum überragend annahm und den Ball auf Joppich weiterleitete, der ins kurze Eck vollstreckte (12.). Und die in Dunkelblau gekleideten Hausherren hatten noch nicht genug: Eine Hereingabe von Fabian Henke von der rechten Seite bekamen die Linger nicht vernünftig geklärt, sodass Moslener im Strafraum zum Abschluss kam. Der SV-Torwart war an der Kugel zwar noch dran, sie rollte aber ganz langsam über die Linie (16.). Wiederum nur zwei Minuten später war es dann Klöppelt, der den Gästekeeper mit einem überragenden Heber überwand und auf 4:1 erhöhte. Und der mutterseelenallein vor dem Kasten auftauchende Moslener hätte sogar noch seinen Dreierpack schnüren können, diesmal blieb Schlussmann Ahlers im Eins-gegen-Eins aber Sieger (19.).

    Nach dieser Chancen- und Torflut beruhigte sich die Begegnung – trotz des deutlichen Rückstands gab sich der Mitaufsteiger aus dem Emsland nicht auf, bis zum Gang in die Kabine sollten aber keine weiteren Treffer fallen. Das änderte sich nach dem Seitenwechsel, als David Elfert eine Ecke direkt verwandelte und auf 2:4 verkürzte (54.). Durch den Wind abgelenkt, wurde der Ball lang und länger und schlug hoch im langen Eck ein.

    In der Folge spielten die MTVer ihre Gegenangriffe oft nicht gut aus, weil sie nicht genügend Breite in ihrem Spiel hatten und zu wenige Jungs in den Strafraum nachrückten, um für Anspielstationen zu sorgen. Trotzdem stellte die Dogan-Elf nach etwas mehr als einer Stunde den alten Abstand wieder her, als Joppich Blerian Halimi mit einer butterweichen Flanke fand, der Innenverteidiger das Spielgerät am langen Pfosten direkt nahm und mithilfe der Unterkante der Latte zum vorentscheidenden 5:2 traf.

    Moslener ließ in Minute 77 eine weitere erstklassige Gelegenheit liegen, ehe der dribbelstarke Junior Kone in der vierten Minute der Nachspielzeit noch für etwas Ergebniskosmetik sorgte, als er nach einem langen Ball per Heber zum 3:5-Endstand verkürzte.

    Leider musste unser Coach in der Schlussviertelstunde noch verletzungsbedingt wechseln, da es für Innenverteidiger Johannes Patz leider nicht mehr weiterging.

    Tore: 1:0 Moslener (2.), 1:1 Thelen (8.), 2:1 Joppich (12.), 3:1 Moslener (16.), 4:1 Klöppelt (18.), 4:2 D. Elfert (54.), 5:2 Halimi (63.), 5:3 Kone (90.+4).

    MTV: Binder – Halimi, Lange, Patz (74. Wolf) – Henke, Richter (78. Bock), Linek, Brand – Klöppelt (69. Homann) – Moslener (83. Bosacki), Joppich (81. Mook).

    Trainerstimme Deniz Dogan: „Unter dem Strich war es ein ordentliches Spiel, auch wenn es aufgrund der körperlichen Präsenz von Holthausen Biene nicht einfach war. Ich glaube, dass wir das spielerisch ganz gut gemacht haben, auch wenn nicht alles optimal war, der Wind hat natürlich seinen Teil dazu beigetragen, und der Platz war nicht optimal bespielbar. Dennoch haben wir, wenn wir unser Spiel gespielt haben, echt für Druck gesorgt, und auch, wenn wir vorwärts geblieben sind, wurde es oft gefährlich. Ich glaube, die fünf Tore gehen in Ordnung, wir hätten mit Sicherheit ein bis zwei Tore mehr schießen können, Mosi hatte noch zwei bis drei Hundertprozentige auf dem Fuß. Es ärgert mich aber schon, dass wir drei Gegentore bekommen haben, weil der Gegner kaum eine Torchance hatte: Das erste Gegentor war Slapstick, das zweite eine Ecke, die direkt reingeht. Tore passieren aus Fehlern, aber ist zu einfach, wie der Gegner ein Tor macht. Klar sind wir auch daran schuld, da wir mehr Druck auf den Ball ausüben müssen, aber unter dem Strich zählen die drei Punkte, und den Schwung müssen wir fürs nächste Wochenende mitnehmen.“

    Titelbild: Maximilian Moslener macht sich auf in Richtung Gästetor, um das 1:0 zu erzielen. Alle Fotos: Daniel Strauß/MTV Wolfenbüttel