Zum Hauptinhalt springen

Teamziel: Mindestens die Relegation erreichen

Unsere A-Junioren empfangen heute zum Auftakt der Niedersachsenliga-Saison den VfB Fallersleben

Artikel vom 15. August 2026

Der Artikel wird präsentiert von:

    Von Daniel Strauß

    Der Umbruch im Sommer war riesig: 11 Spieler sind nicht mehr Teil des Kaders, 18 Jungs sind dagegen zur Mannschaft dazugestoßen. Trotz dieser hohen Fluktuation gehen unsere A-Junioren vom MTV Wolfenbüttel mit großen Ambitionen in die anstehende Niedersachsenliga-Saison, die für die Meesche-Kicker mit dem heutigen Heimspiel gegen den VfB Fallersleben (14:30 Uhr, B-Platz) beginnt.

    Mit sechs bis elf Spielern rumgedümpelt

    Mit der Vorbereitung ist Anthony Pfitzner aber nicht zu 100 Prozent zufrieden, „weil wir in den ersten vier Wochen nicht einmal 50 Prozent Trainingsbeteiligung hatten und mit gerade mal sechs bis elf Spielern aus unserem 26-Mann-Kader rumgedümpelt sind, sodass wir sehr viel improvisieren, flexibel handeln und das, was wir eigentlich vorhatten, immer ein bisschen hinten anstellen mussten. Das war sehr durchwachsen“, wie der Trainer beklagt. Die Jungs, die vor Ort waren, hätten aber dennoch gut mitgezogen, lobt der 35-Jährige.

    Trainingslager in Goslar der Höhepunkt

    Der Höhepunkt der Vorbereitung war dann das Trainingslager in Goslar am vergangenen Wochenende. „Wir hatten eine relativ hohe Anzahl an Spielern dabei und haben in den zwei bis drei Tagen versucht, alle Trainingsinhalte zu vermitteln, gerade was das Spiel mit und gegen den Ball betrifft“, schildert der Mann an der Seitenlinie. In der Harzstadt testeten seine Jungs außerdem gegen den Landesligisten FC Eintracht Northeim und landeten einen 13:0-Kantersieg – nicht der einzige deutliche Testspielsieg in den letzten Wochen (siehe Übersicht unten). „Die Ergebnisse waren teilweise sehr hoch und gut“, räumt Pfitzner ein, „ich will das aber auch nicht an die große Glocke hängen, weil das nicht die Gegner waren, mit denen wir uns messen werden. Wir haben zwar viele Sachen sehen können, und natürlich muss man erst mal 13 Tore schießen, dennoch bleiben wir ruhig und auf dem Teppich.“

    Die Ansprüche am Friedrich-Ludwig-Jahn-Platz bleiben aber unverändert hoch. Im Trainingslager ließen der Coach und sein Trainerteam die Mannschaft die Saisonziele bestimmen – mit dem Resultat, dass diese wieder mindestens die Relegation, beziehungsweise diesmal hoffentlich auch den Aufstieg erreichen möchte, „was auf jeden Fall machbar ist, da wir von der Qualität her noch mal deutlich zugelegt haben“, legt sich der der Übungsleiter fest.

    Was die Sache wie auch im letzten Jahr erschwere, sei die Tatsache, „dass wir erst mal viele Neuzugänge integrieren müssen. In der Hinsicht war unsere Jugendarbeit, gerade im C- und B-Bereich, in den letzten Jahren einfach nicht gut genug, dass man so viele eigene Spieler nehmen kann und keine von außerhalb braucht“, betont Pfitzner. Dies stelle ihn und seine Co-Trainer Achim Freitag und Mohamed Olcay vor Herausforderungen, „weil man erstens so schnell es geht ein Team formen muss, und zweitens alle Jungs unseren Spielstil verstehen müssen“.

    Wenige Kontakte, Dreiecksbildung, Kurzpassspiel

    An der Spielphilosophie des Hauptrunden-Staffelmeisters der Vorsaison wird sich indes nicht viel ändern. „Die Jungs sollen weiterhin mutig und geduldig sein und versuchen, von hinten herauszuspielen und nur, wenn es gar nicht mehr geht, einen langen Ball spielen“, erklärt der Trainer. Zudem möchte er, dass seine Akteure gegen jeden Kontrahenten „ihr Spiel durchziehen, das bedeutet: Mit wenig Kontakten zum Erfolg, Dreiecksbildung, Kurzpassspiel, Spiel über den Dritten, und dass, wenn möglich, der erste Blick oder Ball immer nach vorne gerichtet beziehungsweise gespielt wird, da liegt der Fokus drauf“, erläutert Tony.

    Im Großen und Ganzen seien er und seine Co-Trainer mit der Mannschaft sehr zufrieden: „Natürlich hätten wir uns mehr Trainingsbeteiligung gewünscht, aber das ist halt normal in der Urlaubs- und Ferienzeit. Wir sind in manchen Bereichen noch nicht top, aber über das Trainingslager haben wir uns den letzten Feinschliff geholt, deshalb sollte hoffentlich einem Dreier gegen Fallersleben nichts im Wege stehen.“ Nach dem Auftakt der Qualifikationsrunde wartet dann am darauffolgenden Mittwoch (19 Uhr) das erste Highlight auf die Pfitzner-Elf, wenn diese im Niedersachsen-Pokal zu Hause den Bundesligisten TSV Havelse empfängt.

    Neuzugänge: Paul Büto (FC Viktoria Thiede) Lukas Pfaffenroth (Freie Turner Braunschweig) Patrick Büttner (TSV Germania Lamme, alle Tor), Malik Arpaci, Enyo Keller, Khaled Almohamed, Lucas Marcius (alle BSC Acosta), Samuil Solovev (Freie Turner Braunschweig), Luca Putaro, Adrian Nikischin (beide TSV Havelse), Alexander Schmidt (SV Union Salzgitter), Elias Harrabi (SSV Vorsfelde), Finley Kötz (Eintracht Braunschweig U17), Paul Hölter (Rückkehr nach Auslandsaufenthalt), Lennart Freitag, Noah Mösli, Bjarne Marschall, Ahmed Ahmad (alle eigene B-Jugend).

    Abgänge: Mika Twardoch, Leon Chabowski, Jakob Merkhoffer, Niklas Gambke, Maximilian Fricke (alle Erste Herren MTV), Robin Erdmann, Silvan-Angelo Modemann, Hannes Korte (alle Zweite Herren MTV), Mika Gehring (SV Gifhorn) James Damas James (MTV Gifhorn), Deven Kaan Haase (VfB Fallersleben).

    Testspielergebnisse:

    FC Blau-Gelb Asse (Herren) – MTV 4:4

    SG Bohrstadt (Herren) – MTV 0:12

    MTV – MTV Wolfenbüttel II (Herren) 2:8

    MTV – FC Eintracht Northeim 13:0

    MTV – BV Germania Wolfenbüttel 8:3

    Titelbild: Anthony Pfitzner (Zweiter von rechts, hier im Testspiel beim FC Blau-Gelb Asse mit seinem Co-Trainer Mohamed Olcay rechts) war mit der Trainingsbeteiligung in der Vorbereitung nicht zu 100 Prozent zufrieden. Alle Fotos: Daniel Strauß/MTV Wolfenbüttel