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"Harter Brocken" für die Dogan-Elf

Meesche-Kicker treffen heute Abend im Nachholspiel auf den Tabellenzweiten SV Atlas Delmenhorst

Artikel vom 4. März 2026

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    Von Daniel Strauß

    Englische Woche für unsere Oberliga-Fußballer vom MTV Wolfenbüttel: Heute Abend, und damit nur drei Tage nach dem 4:4-Remis beim TuS Bersenbrück, sind die Meesche-Kicker schon wieder gefordert – und wie schon in der Partie beim Tabellendritten geht es erneut gegen ein Top-Team: Zu Gast am Friedrich-Ludwig-Jahn-Platz (Anpfiff: 19:30 Uhr) wird der Tabellenzweite SV Atlas Delmenhorst sein.

    Die Begegnung hätte ursprünglich am Samstag, 21. Februar, stattfinden sollen, wurde aber bereits im Vorfeld abgesetzt. Aufgrund der Vorgaben der Polizei Wolfenbüttel hätte das als Risikospiel eingestufte Duell nämlich im Meesche-Stadion angepfiffen werden müssen, weil es nur dort möglich ist, beide Fanlager voneinander zu trennen. Problem: Alle Naturrasenplätze waren durch die Stadt Wolfenbüttel zu diesem Zeitpunkt noch gesperrt.

    Bespielbar ist der A-Platz allerdings immer noch nicht. Die Stadt müsste ihn herrichten, er ist wegen der Schnee- und Regenfälle in den vergangenen Wochen "aber noch zu weich, um mit schwerem Gerät bearbeitet zu werden", wie Thomas Wilms, Leiter des Ordnungsdienstes der MTV-Fußballer, erklärt.

    Das Nachholspiel darf aber auf dem B-Platz ausgetragen werden, weil die Polizei Wolfenbüttel angesichts des Termins unter der Woche, der späten Anstoßzeit und der rund 200 Kilometer langen Anreise aus Delmenhorst nur mit einer geringen Anzahl an Gästefans rechnet. Entsprechend wird es auch keinen zweiten Einlass über die Anna-Vorwerk-Straße geben. Allerdings werden die Atlas-Anhänger im Bereich der Gästebank, und damit getrennt von den Wolfenbütteler Zuschauern, untergebracht. Außerdem hat Wilms im Vergleich zu "normalen" Spielen einige Ordner mehr angefordert.

    Auch ohne ihre lautstarke Fanunterstützung ist klar, dass die Mannen aus dem Großraum Bremen im Aufeinandertreffen mit den Meesche-Kickern der Favorit sind, der laut MTV-Trainer Deniz Dogan "wohl auch aufsteigen wird. Für uns wird das ein harter Brocken." Der SVA, der sich im Winter mit Mats Kaiser (Bay Olympic FC, Australien), Chris David (zuletzt Degirmenlik SK, Zypern) und Marco Stefandl (SpVgg Bayreuth, Regionalliga Bayern) verstärkt hat, startete vergangene Woche mit einem 4:0-Sieg gegen den Vorletzten Lupo Martini Wolfsburg ins neue Spieljahr – und liegt bei einem Spiel weniger und vier Punkten Rückstand in Schlagdistanz zum Spitzenreiter 1. FC Germania Egestorf/Langreder.

    Erschwert wird die Aufgabe für die Lessingstädter auch dadurch, dass sich die Personalsituation noch einmal verschlechtert hat. Rechtsverteidiger Fabian Henke und Innenverteidiger Blerian Halimi holten sich am Wochenende nämlich jeweils die 5. Gelbe Karte ab und werden im Aufgebot fehlen, genau wie Noah Mook (krank). Dafür könnte aber Sechser Steffen Suckel nach Zerrung zurückkehren, genau wie Torwart Eike Binder (zuletzt bei der Zweiten Herren). Um den Kader aufzustocken, hat Dogan zudem Maximilian Fricke, Jakob Merkhoffer (beide vereinseigene Niedersachsenliga-A-Jugend) sowie Noah Schöngart, Janosch-Paul Bauer und Oliwier Bosacki (alle Zweite Herren) nominiert, "um elf Mann auf den Platz zu bekommen. Wir werden eine sehr junge Mannschaft haben, wollen aber natürlich trotzdem mutig und um Punkte spielen und unser Herz auf dem Platz lassen", kündigt Dogan an.

    Titelbild: Während Felix Lange (in Blau, von links, hier im Spiel in Bersenbrück) Trainer Deniz Dogan zur Verfügung steht, fehlt Fabian Henke Gelb-gesperrt. Foto: MTV Wolfenbüttel/Verein