Glücksbringer verhilft MTV zum Punktgewinn

Edelfan Gerrit Egbers trifft beim Spiel in Bersenbrück mal wieder auf sein "großes Idol" Felix Lange
Artikel vom 3. März 2026
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Von Daniel Strauß
Er erschien – wie von Felix Lange gewünscht – im von sämtlichen Spielern des aktuellen Kaders unterschriebenen Trikot zur Auswärtspartie – und erwies sich dabei mal wieder als "Glücksbringer", wie Lange selbst gegenüber seinem Trainer Deniz Dogan nach Abpfiff im Mannschaftsbus erklärte. Denn nachdem es ohne die Unterstützung von Gerrit Egbers im bisherigen Saisonverlauf gegen den TuS Bersenbrück zwei Niederlagen (1:4 im NFV-Pokal, 1:2 im Liga-Hinspiel) gegeben hatte, entführten unsere Oberliga-Fußballer vom MTV Wolfenbüttel im dritten Anlauf durch das 4:4 (2:2)-Unentschieden einen Punkt aus der Kleinstadt im Landkreis Osnabrück.
Noch mehr hätte sich Egbers natürlich über drei Zähler gefreut, zumal der gastgebende Aufstiegsanwärter erst in der 85. Minute zum 4:4 ausglich. Aber auch so war die Freude beim 37-Jährigen riesig, sein "großes Idol" Lange mal wieder live zu sehen. Nicht nur mit dem MTV-Trikot, sondern auch einem blau-roten Schal "bewaffnet", fieberte Egbers gemeinsam mit den mitgereisten Wolfenbütteler Fans am Spielfeldrand mit dem Innenverteidiger und dessen Mannschaftskollegen mit, bejubelte die vier Tore – und machte einige Fotos, die er auf seinem eigenen Instagram-Kanal bereits gepostet hat.
Doch wie kam es dazu, dass der aus der Nähe von Meppen stammende Lohner zum Edelfan unseres Abwehrspielers wurde? Letzterer war zu Beginn der Saison 2024/25 zu Egbers' Lieblingsverein, dem SV Meppen, gewechselt. Während eines Testspiels beim FC Schüttorf 09 im Oktober 2024 wurde der große SVM-Anhänger dann auf den Neuzugang aufmerksam. "Ich stand zufällig neben ihm, als es da einen Böllerknall gab, und dann hat Felix gesagt: 'Hoffentlich ist das nicht mein Auto.' Dann sind wir ins Gespräch gekommen, und ich habe mir gedacht: Das ist ein sympathischer, netter Mensch, von dem brauchst du ein Trikot", erzählte Egbers, als er sich nach dem Duell in Bersenbrück gerade selbst ausgedruckte Fotos von unseren MTV-Jungs signieren ließ – unter anderem auch von André Linek, der mit Blick auf Egbers' dunkelblauen Dress zu ihm meinte: "Das Trikot ist stark, das steht dir."
"Ich habe mich auch echt darüber gefreut", entgegnete der treue Anhänger. Schade fand er es dagegen, dass sein Lieblingsspieler Lange im Winter dann "auf einmal weg war", woraufhin dieser sofort reingrätschte: "Ja, aber nicht für lange." Zur vergangenen Rückrunde schloss sich der Defensivmann nämlich den Meesche-Kickern an, schaffte mit ihnen den Aufstieg in die Oberliga, "und als ich das gehört habe, habe ich mir gedacht: Du musst ihn wiedersehen", betonte Egbers.
Das tat der Emsländer – und schaute sich in der laufenden Spielzeit die Auswärtssiege des MTV beim SC Spelle-Venhaus (3:1) und SV Meppen II (3:2), allerdings auch die 2:3-Pleite beim SV Holthausen Biene – und nun eben die Begegnung in Bersenbrück an. Ein gemeinsames Foto mit seinem "großen Idol" war natürlich auch noch drin, ehe Lange als letzter Spieler den Mannschaftsbus betrat und sich auf die Heimreise nach Wolfenbüttel machte. Das nächste Wiedersehen mit Egbers wird es übrigens schon am 14. März geben, wenn unsere MTV-Kicker im eminent wichtigen Kellerduell beim TSV Wetschen antreten.
Bis dahin rät der Edelfan unseren MTVern, positiv zu denken, an die eigenen Stärken zu glauben und an den Fehlern zu arbeiten: "Dann wird es auch wieder mit einem Sieg klappen, weil die Mannschaft das kann, das hat man gegen Bersenbrück gesehen." Der kommende Gegner SV Atlas Delmenhorst (Mittwoch, 19:30 Uhr) sei zwar ein Brett, "aber auch die kann man schlagen, genau wie am Samstag Verden", ist sich Egbers sicher.
Titelbild: Gerrit Egbers (links) war froh, beim Spiel in Bersenbrück sein großes Idol Felix Lange mal wieder zu sehen. Foto: MTV Wolfenbüttel/Verein
