Pfitzner liebäugelt mit dem Regionalliga-Aufstieg

MTV-A-Junioren starten mit der heutigen Partie beim VfL Westercelle in die Hauptrunde
Artikel vom 28. Februar 2026
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Nein, auch aus Sicht von Trainer Anthony Pfitzner war das keine Vorbereitung, wie er sie sich gewünscht hatte. Anders als viele andere Mannschaften konnten seine A-Junioren vom MTV Wolfenbüttel in diesem Winter aber immerhin fünf Testspiele bestreiten. Mit der Auswärtspartie bei der U19 des VfL Westercelle (16 Uhr) starten die Meesche-Kicker am heutigen Samstag in die Hauptrunde – und das mit hohen Ambitionen.
„Eigentlich war es der Plan, dreimal pro Woche zu trainieren und am Samstag und Sonntag jeweils ein Testspiel zu absolvieren, damit jeder seine Spielzeit bekommt und die Belastung entsprechend gesteuert werden kann“, erklärt Pfitzner. Da wegen des Winterwetters und der Sperrung der Plätze durch die Stadt Wolfenbüttel aber gleich vier Testspiele am Wochenende abgesagt werden mussten, ließ der Coach zwei Übungseinheiten an einem Donnerstag ausfallen, damit seine Jungs stattdessen gegen den SC Rot-Weiß Volkmarode (5:2) beziehungsweise BSC Acosta (2:3) antreten konnten.
Auch ansonsten musste der 35-Jährige zusammen mit seinem Co-Trainer Achim Freitag oft „in den sauren Apfel beißen“ und viel improvisieren. So trainierten die Lessingstädter teilweise zwei- bis dreimal pro Woche in der Kick-Off-Soccerarena in Braunschweig, „um das Fußballerische nicht zu verlieren, auch wenn das mit 100 Euro pro Einheit ganz schön an den Geldbeutel gegangen ist“, betont Pfitzner.
Der in dieser Spielzeit neu eingeführte Modus ist für den Mann an der Seitenlinie übrigens eine „Katastrophe, weil man zum ersten Mal auch im Winter hätte absteigen können – anders als in der Regionalliga, Landesliga und Bezirksliga“. Dies sei laut „Tony“ nicht förderlich und widerspreche dem Ansatz des Deutschen Fußball-Bunds (DFB), die Ausbildung in den Vordergrund zu stellen, „weil man aufgrund der wenigen Spiele am Ende gezwungen war, Ergebnisfußball und somit Top-Elf spielen zu lassen, um den Klassenerhalt zu schaffen“.
Dank Rang 3 in der Qualifikations-Runde sicherten sich seine Jungs glücklicherweise einen Platz in der Hauptrunde, in der es ein Wiedersehen mit der U19 des 1. SC Göttingen 05, dem Staffelsieger der Quali-Runde, geben wird. Außerdem treffen die Wolfenbütteler auf Auftaktgegner Westercelle und den JLZ BSV Kickers Emden (die in der Vorrunde in der Parallelstaffel vertreten waren) sowie die beiden Aufsteiger aus der Landesliga Hannover (TuS Sudweyhe) und der Landesliga Lüneburg (JFV Biber).
Auch habe Pfitzner „die Logik nicht verstanden“, dass sich durch die Einteilung in kleinere Staffeln mit regionalen Gegnern die Fahrzeiten verringern sollten, „wir aber jetzt wie in der Vorsaison wieder gegen Emden spielen müssen“.
Allem Unmut zum Trotz, gehen der Coach und seine Mannschaft optimistisch ins neue Spieljahr – und das mit qualitativer Verstärkung. Mit Ben Witter vom BSC Acosta hat der MTV-Nachwuchs nämlich einen Akteur mit Startelf-Anspruch dazugewonnen. Sowohl gegen seinen Ex-Verein (2:3) als auch bei der jüngsten 2:3-Testspielniederlage gegen den MTV Gifhorn erzielte der zentrale Mittelfeldspieler jeweils einen Treffer.
Eine Riesensache sei es zudem für Torwart Mika Twardoch, Niklas Gambke und Jakob Merkhoffer gewesen, am vergangenen Samstag beim Testspiel der Oberliga-Mannschaft gegen Regionalligist FSV Schöningen (3:4) mitwirken zu dürfen. Speziell seinen Kapitän Merkhoffer lobt Pfitzner als „sehr ehrgeizigen und wissbegierigen Spieler, der die MTV-DNA verkörpert und gut ins Profil von Trainer Deniz Dogan passt“.
Noch aber liegt der Fokus des Rechtsverteidigers und seiner Teamkollegen auf der A-Jugend-Hauptrunde, in der der MTV-Coach Blau-Weiß Lohne in der Parallelstaffel und eben seine Jungs als Favoriten sieht: „Wir wollen so lange es geht oben mitspielen, auch, um für die kommende Saison Werbung für neue Spieler zu machen“, kündigt Pfitzner an. Im Idealfall würde das bedeuten, als Gruppenerster das Ticket für das Aufstiegsspiel in die Regionalliga zu lösen. Der Teilnahme an der höheren Spielklasse würde sich Wolfenbüttels Trainer in jedem Fall nicht verschließen: „Sofern der Verein das auch geldlich stemmen könnte, wäre das schon ein Brett, weil es dann in der Region in dieser Altersklasse kaum noch etwas Besseres geben würde.“
Titelbild: MTV-Trainer Anthony Pfitzner hält große Stücke auf seine Mannschaft.
Fotos unten: Im ersten Wintervorbereitungs-Testspiel gegen den VfV Borussia 06 Hildesheim Mitte Januar setzte es für die Meesche-Jungs (in Blau) eine 2:4-Niederlage. Fotos: MTV Wolfenbüttel/Verein











