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Strandurlaub: Nils Göwecke wird zum Lebensretter

Unser Kapitän genoss mit seiner Frau zwei sonnige Wochen in Mexiko

Artikel vom 22. Januar 2026

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    Er war in diesem Moment ganz weit weg – und dann plötzlich doch mittendrin: Als unsere Kicker vom MTV Wolfenbüttel auf der Cup-Party im Schützenhaus am 10. Januar gerade dabei waren, die Titelverteidigung bei der 37. inoffiziellen Hallenfußball-Stadtmeisterschaft zu feiern, erhielt Nils Göwecke per FaceTime einen Videoanruf von seinem Mitspieler Mark-Philip Wolf. Mit einer Cerveza, einem mexikanischen Bier in der Hand, genoss der Kapitän unseres Oberliga-Teams gerade seine Zeit am Strand, als er von sämtlichen Spielern und Betreuer Damian Dziony begrüßt wurde. „Aufgrund der lauten Musik im Hintergrund habe ich leider kaum etwas verstanden“, gibt Göwecke lachend zu, was aber letztlich nicht entscheidend war – ging es doch nur darum, unseren „Capitano“ an den Feierlichkeiten teilhaben zu lassen.

    Wie schon in den vergangenen Jahren, als die Ziele Curaçao, Mauritius oder die Malediven hießen, unternahm der 34-Jährige gemeinsam mit seiner Frau auch diesmal im Januar eine Fernreise in die Sonne – und traf mit dem mexikanischen Urlaubsort Playa del Carmen definitiv die richtige Entscheidung. „Die Malediven bleiben für mich auf Platz 1, Mexiko war aber auch sehr schön“, sagt Göwecke.

    Da es auf dem Hinflug im US-Bundesstaat Ohio sowie auf dem Rückflug im kanadischen Montreal jeweils einen Zwischenstopp gab, musste der Wolfenbütteler die beiden Einreiseformulare ETA und ESTA ausfüllen und dafür einige Apps installieren, „was ein bisschen ätzend war. Die jeweils zwei bis drei Stunden Aufenthalt am Flughafen waren dagegen sehr angenehm.“

    Mehr als angenehm war dann der vom 1. bis 14. Januar dauernde Urlaub. Die Göweckes waren in einem RIU-Hotel an der Karibikküste untergebracht – und ließen es sich in den zwei Wochen so richtig gutgehen. „Der Strand war super breit und kilometerlang, und auch die Qualität des Wassers war abgesehen von ein bis zwei Tagen, als gewisse Dinge angespült wurden, top“, schwärmt der frühere Regionalliga-Spieler. Die 14 Tage verbrachte er fast ausschließlich „in der Waagerechten“ am Strand, um richtig abschalten zu können, spielte ab und zu auch mal Beachvolleyball oder schnappte sich ein Buch. Zum Essen ging es dann abends in die Innenstadt.

    „Gestört“ wurde die erholsame Zeit lediglich dadurch, dass sich unser Spielführer jeden Morgen um 7.30 Uhr aus dem Bett quälte, um seine Läufe zu absolvieren – dafür aber auch jeweils topfit zum Frühstück erschien.

    Und dass der neue Abwehrchef des MTV an seinem letzten Tag vor Ort dann auch noch zum Lebensretter werden würde, damit hätte er wohl selbst nicht gerechnet. Gegen 17.30 Uhr, als es gerade dunkel wurde und unser Käpt’n längst aus dem Wasser raus war, um seine Badehose zu trocknen, sah er plötzlich einen betrunkenen Amerikaner, der sich aufs Meer raus wagte. Nachdem dieser bereits dreimal hingefallen war, sich in seinem Zustand aber trotzdem ins immer tiefer werdende Wasser begab, schritt Göwecke schließlich ein und rief dem „Ami“ zu: „You’re drunk, go out!“

    Mit den Worten „Agree, agree“ machte der Betrunkene daraufhin kehrt – „und hat sich bei mir bedankt. Das war eine gute Tat am Ende des Urlaubs“, freut sich der Lessingstädter, der am 15. Januar dann wieder in Deutschland ankam – und beim Trainingsauftakt tags darauf gleich mal als erster Spieler auf der Meesche war, wie Teammanager Lars Pape lobend erwähnt. Göwecke scherzhaft dazu: „In meinem Alter brauchen die Knochen halt länger, um in Fahrt zu kommen, weshalb ich auch jeden Tag Stabilitätsübungen mache.“