„Jojos“ goldener Schuss ins Glück

MTV verteidigt den Titel bei der Hallenfußball-Stadtmeisterschaft
Artikel vom 11. Januar 2026
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Am Ende war noch mal ganz schön zittern angesagt, ehe der erlösende Schlussgong ertönte: Durch einen 3:2-Sieg im Finale gegen den SV Fümmelse hat unser MTV Wolfenbüttel bei der 37. inoffiziellen Hallenfußball-Stadtmeisterschaft erfolgreich den Titel verteidigt und sich zugleich zum insgesamt 20. Mal zum Champion gekrönt. Vor allem für einen unserer Spieler war der Triumph beim Wolfenbüttel Budenzauber zum Anfang des Jahres ein ganz spezieller.
Wie schon bei der Vorrunde am Donnerstag hatte Trainer Deniz Dogan zwei Spielerblöcke aufgeboten: Den ersten bildeten André Linek, Johannes Patz, Jonas Klöppelt und Hannes Joppich, den zweiten Eric Hammer, Maximilian Moslener, Hadi Abou-Raya und Ben Böder, der anstelle des kranken Phil Brand in den Kader gerückt war. Das Tor hütete Eike Binder, bei eigenem Ballbesitz rückte jedoch der für den Spielaufbau zuständige Feldspieler Yannick Könnecker zwischen die Pfosten.
Durch drei klare Siege in der Gruppenphase am Finaltag (5:1 gegen den SV Halchter, 6:1 gegen den SV Wendessen, 5:1 gegen den FC Arminia Adersheim) qualifizierten sich die Meesche-Kicker souverän für das Halbfinale, in dem unsere Jungs auf Turnierausrichter BV Germania Wolfenbüttel trafen. Der blau-gelbe Landesligist präsentierte sich im Stadtderby hochmotiviert und bereitete unseren MTVern einige Probleme, Lando Baerwolf konnte in der letzten Minute aber nur noch auf 3:4 verkürzen.
Das Endspiel in der gut gefüllten Sporthalle an der Ravensberger Straße nahm dann früh den vermeintlich erwarteten Verlauf: Könnecker traf nach exakt zehn Sekunden zum 1:0, Joppich legte in der 2. Minute den zweiten Treffer nach. Durch einen laut Patz „ganz dummen Neunmeter“, den Torben Reihers sicher verwandelte, kam der Nordharzligist jedoch erst zum Anschluss und kurz darauf durch Lukas Kendzia sogar zum Ausgleich. „Dann war die Halle natürlich auch gegen uns, während die Fümmelser die zweite Luft gekriegt haben“, erklärte Patz.
Eine Minute vor Ablauf der Zeit gelang „Jojo“ nach Vorlage von Könnecker mit einem strammen Linksschuss ins untere rechte Eck dann aber das Siegtor zum 3:2, über das sich der 29-Jährige so richtig freute. Mit dem Gegner verbindet den Linksverteidiger nämlich eine besondere Geschichte, spielte er doch in seiner Jugend für den SVF. Die Eltern des Rotschopfs wohnen immer noch in Fümmelse, außerdem hat der Routinier regelmäßig Kontakt mit den Spielern der ersten Mannschaft. Diese hatten im Vorfeld noch gefrotzelt, dass „Jojo“ gegen sie kein Tor erzielen würde, was dieser mit seinem Hammer zum 3:2 eindrucksvoll widerlegte.
„Solche Spiele machen meistens auch mehr Bock, als 7:0 zu gewinnen“, fand Patz – und bekam Zuspruch von seinem Coach. „Es ist schön, wenn es auch mal ein bisschen spannender ist. Ich glaube, Fümmelse hat sich das auch verdient, es war klar, dass sie gegen uns motiviert sein werden. Im Großen und Ganzen sind wir aber schon zufrieden, die Jungs haben es super gemacht.“
Auf der anschließenden Cup-Party durfte sich unser Spieler Hannes Joppich noch über die Auszeichnung „Bester Spieler“ freuen. Außerdem wurde der Stürmer mit 14 Treffern Torschützenkönig – vor Jonas Klöppelt (10) und eben Patz (8), der sich mit Kumpel Torben Reihers Platz 3 teilte. Linek weiß, „dass das Turnier gerade für die Wolfenbütteler Hannes und Klöppi etwas Besonderes ist“, und „Jojo“ fügte noch lobend hinzu: „Die beiden sind einfach geile Hallen-Zocker, haben vorne gut kombiniert und schöne Tore geschossen.“



